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Automatisierung

Lost Shipments bei Amazon: So holst du dir dein Geld zurück

📅 28. Februar 2026 6 min Lesezeit
Lost Shipments bei Amazon: So holst du dir dein Geld zurück

Lost Shipments bei Amazon: So holst du dir dein Geld zurück

Jeder erfahrene Amazon FBA Seller kennt die Situation: Du kommissionierst mühsam 100 Einheiten eines Bestseller-Produkts, versendest das Paket ins Amazon Logistikzentrum und am Ende meldet Amazon: „Sendung geschlossen. 95 von 100 empfangen.“

Wo sind die restlichen 5 Einheiten? Und wer trägt den finanziellen Schaden? Ganz klar: Der Seller, wenn er sich nicht aktiv darum kümmert! In großen Distributionszentren gehen Pakete auf und Artikel verloren. Das Gute ist: Amazon ist in der Regel bereit, verlorene oder beschädigte Waren zu erstatten ("Reimbursements") — aber nur, wenn du als Verkäufer aktiv reklamierst.

Wir zeigen dir, wie dieser Prozess — der berühmte "Lost Claim" — abläuft und wie du dir dein Geld zurückholst.

Wann du einen Fall eröffnen darfst

Amazon hat strikte Fristen für die Abklärung von Bestandsdifferenzen bei FBA Einlieferungen. Wenn ein Sendungsstatus auf 'CLOSED' ("Geschlossen") springt, und es Diskrepanzen zwischen gesendeter und empfangener Menge gibt, öffnet sich ein Fenster für den "Abgleich".

Du darfst Nachforschungen erst beantragen, wenn der Abgleichsstatus deiner Sendung für eine ASIN auf "Für Nachforschung qualifiziert" (Eligible for investigation) wechselt.

Der klassische Weg: Mühsames Vergleichen im Seller Central

Ohne technische Hilfsmittel ist dieser Prozess eine echte Fleißaufgabe.

  1. Im FBA Bestand die letzten Sendungen ("Shipping Queue") auf Differenzen überprüfen.
  2. In den Reiter "Abgleichen" (Reconcile) wechseln.
  3. Den Status jeder fehlerhaften ASIN überprüfen.
  4. Fehlt Ware, fordert Amazon zwingend Kaufnachweise (z.B. Rechnungen von Großhändlern), die zweifelsfrei belegen, dass du die angeblich fehlenden Mengen auch regulär erworben hast.
  5. Einen "Case" für den Seller Support eröffnen, Dokumente hochladen und auf die Untersuchung hoffen.

Problem dabei: Wer viele Sendungen hat, verliert sehr schnell den Überblick. Vergisst du Fristen, verfällt dein Anspruch und du bleibst auf den Kosten der verschwundenen Artikel sitzen.

Der automatisierte Weg mit Seller Tools

Genau für dieses Problem existieren Tools oder Services. Wer jedoch nicht auf erfolgsbasierte Dienstleister zurückgreifen möchte (welche oft bis zu 20 % deines zurückerstatteten Geldes als Provision einbehalten), kann auf integrierte Tracking-Tools, wie das Lost Claims Modul in LoopBoard, zurückgreifen.

Vorteile der Tool-Unterstützung:

  1. Automatischer Abgleich: LoopBoard lädt die Sendungs-Livedaten regelmäßig aus der Amazon SP-API. Die Software detektiert präzise den Status jeder Sendung und vergleicht 'shipped_quantity' mit 'received_quantity'.
  2. Warnsystem: Das Dashboard flaggt rot markierte Differenzen, wo Handlungsbedarf besteht. Du siehst sofort: Auf Sendung FBA15ABC fehlen 3 Einheiten der ASIN XYZ, was einen Warenwert von 45 € repräsentiert.
  3. Pünktlichkeit: Du kannst genau dann reagieren, wenn die Ware lange genug bei Amazon "gesucht" wurde und sich für den Claim qualifiziert hat, ohne jeden Tag ins Seller Central klicken zu müssen.
  4. Rechtfertigungs-Assistent: Über gute Tools können für die Claims die entsprechenden Rechnungsdokumente aus der integrierten Einkaufs-Dokumentation direkt zusammengeführt werden, um den Amazon Seller Support mit stichhaltigen Beweisen (Invoices) zu versorgen.

Fazit: Lasse kein bares Geld auf dem Boden liegen!

FBA Logistikzentren verarbeiten Milliarden von Paketen. Schwund ist dort Alltag. Kalkuliere also im Worst-Case eine geringe Verlustrate ein, aber setze Systeme und Tools ein, um Erstattungen rigoros und fristgerecht einzufordern. Es ist dein Inventory, dein Kapital und dein hart erarbeiteter Gewinn.

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